Doppelmoral

Was die Kritik am Eingriff in die Privatsphäre angeht, so gewinnt sie nicht gerade durch den Umstand an Glaubwürdigkeit, dass sie gerade von denjenigen vortragen wird, die es mit der Privatsphäre der Bürger selbst nicht so genau nehmen.

Gut gesagt, Herr Bökenkamp

Der oben verlinkte Artikel passt wie die Faust auf’s Auge zu meinem Geschreibsel: Naivität schmerzt später.

Herr Bökenkampd bringt’s aber noch viel besser auf den Punkt:

 

Aigner erklärte zu „StreetView“, die „flächendeckende Fotoaktion ist nichts anderes als eine millionenfache Verletzung der Privatsphäre.“ Das sagt dieselbe Ministerin, die den Erwerb gestohlener Bankdaten damit rechtfertigte, dass „alle Hebel in Bewegung“ gesetzt werden müssten, um der Steuerhinterziehung beizukommen. Da drängt sich die Frage auf, was ist eigentlich intimer, die Außenfassade eines Wohnhauses oder die privaten Bankdaten?

Ich sag’s nochmal: Macht bei der populären Dorfsaujagd mit und verbietet Google, aber glaubt doch bitte nicht, dass wir damit in irgendeiner Art und Weise Privatsphäre retten. Was ist das überhaupt genau? Gibt es “die Privatsphäre” in simpler, übergeordneter Weise überhaupt?

2 Gedanken zu “Doppelmoral”

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