Gemischtbuzz für Ostern


Nichts Besser Als Text
„Nichts Besser Als Text“, jo jmatic, 2008

Es gibt Neues zum Thema „Buzz“ zu vermelden: 

Zunächst möchte ich da auf den guten Artikel von Markus Henkel bei philognosie.net hinweisen (siehe unterhalb), und ihn zur wohlwollenden Rezeption anbieten. Es geht darin um eine Betrachtung von „Buzz„, dem neuen, sozialen, und in GMail integrierten Netzwerk von Google. Erste Erfahrungen und einige Meinungen von Nutzern (auch meine Wenigkeit wird erwähnt), und ein Blick auf die Zukunft werden hier gut lesbar zusammengefasst. Idealer Lesestoff, um am Ostersonntag nach Völlerei und Verwandtschaftsbesuchen, am frühen Abend mal das Hirn ein wenig arbeiten zu lassen, und sich in Sachen Internet mal wieder auf den neuesten Stand bringen zu lassen.

Google „Buzz“: Bestandsaufnahme eines sozialen Netzwerks

von Markus Henkel – www.laengsynt.de

Am 09.02.2010 hat Google erneut einen Schritt in die Welt der sozialen Netzwerke gewagt. Gleich zu Beginn der Pressekonferenz, die im heimischen Mountain View stattfand, stellte Manager Todd Jackson sein neustes Spielzeug „Buzz“ vor.

via philognosie.net // Kommentare in Buzz

Wo wir gerade bei Buzz sind, mache ich auch gerne hier mal auf einige interessante Gespräche in Buzz aufmerksam:

Da wäre zunächst eine aktuelle Diskussion über den Vorschlag türkische Schulen in Deutschland zu errichten: http://www.google.com/buzz/laengsynt/fhvGX2Rzhab/Meines-Erachtens-ist-ein-türkisches-Internat

Hier eine Diskussion über einen Artikel zum Thema Netzsperren: http://www.google.com/buzz/mario.sixtus/TMEviWhqt1h/http-blog-zdf-de-zdfdasblog-2010-03-gegen-placebo

Ebenso diese interessante Diskussion über Zensur: http://www.google.com/buzz/stefan.muenz/BMV9BhGZY6C/Bitte-verbreiten-Malmström-Unfug-http-ak-zensur

Der interessierte Mensch wird in Buzz noch wesentlich mehr interessante Gespräche finden. Natürlich gibt’s da mittlerweile auch jede Menge Getöse und „Sätze, die die Welt nicht braucht.“, aber die kann man ja filtern.

Wie man Buzz allerdings nicht nutzen sollte und was passiert, wenn man den Dienst nicht verstanden hat, das demonstriert DRadio-Wissen. Ich bin eigentlich Stammhörer des DLF, und höre darum auch gerne mal bei DRadio Wissen rein. Der Sender ist noch jung und mit dem Anspruch gestartet Themen rund um Wissenschaft, Technik und Kultur zu behandeln. Natürlich sind da auch immer jede Menge webrelevante Themen dabei.

Nun habe ich vor einiger Zeit mit DRadio-Wissen ein kleines Gespräch anfangen wollen, weil ich deren Nutzung von Buzz doch verbesserungswürdig fand, weil sie lediglich ihren Twitter-Stream in Buzz einleiteten, den ich ja schon länger in Twitter abonniert habe. Ich fragte in diesem Buzz also an:

Liebe DRadio-Wissen-Redaktion, warum haut Ihr Euren Twitterstream in Buzz rein? Das macht wenig Sinn. Was soll ein Buzzleser mit einem, zu einem Buzz mutierten Tweet, wie oben hier anfangen? […]

Wie Ihr selber dort erlesen könnt, erfolgte darauf keine Antwort. Auch eine Anfrage über Twitter blieb unbeantwortet. Ich verlor dann so auch schnell die Lust am Kontakt mit DRadio-Wissen, denn offensichtlich hat dieses junge Radio-Team nicht verstanden, wie man in den sozialen Netzen kommuniziert. Eigentlich finde ich das für eine Redaktion mit diesem Anspruch ziemlich peinlich. Auf der anderen Seite erklärt es aber auch, warum DRadio-Wissen nur 19 Mitleser auf Buzz hat.

Zurück zu Buzz: Sehr nützlich empfinde ich immer noch (und in Verbindung mit GDocs und GMail) die Möglichkeit geschlossene Gruppenkommunikationen führen zu können. Für einige meiner Musikprojekte hat sich das gut bewährt.

Genau das schmerzt mich aber auch auf der anderen Seite, weil ich ja auch eigentlich ein begeisterter Nutzer von pip.io war, welches ja als gut funktionierendes soziales Betriebsystem im Netz gestartet ist. Pip.io wurde in den letzten Wochen gründlich renoviert und erstrahlt in neuem Glanz und funktioniert gut. Allerdings fehlen eben genau jene Google-Dienste, die für mich zum täglichen Web-Leben gehören, und das schmerzt doch arg. Würde pip.io diese Dienste wenigstens teilweise integrieren, wäre es perfekt, denn pip.io macht vieles besser als Google.

Ich habe darum vor kurzem ernsthaft bei den Entwicklern nach einer möglichen Integration von Google-Diensten gefragt, habe aber nur ein mitleidiges Lächeln geerntet. Schade. Woran das jetzt liegt, an der Ablehnung der pip.io-Programmierer, oder an einem anderweitgen Interesse von Google, vermag ich nicht zu beurteilen.

Soweit für jetzt. Ich wünsche einen stressfreien Feiertag und empfehle ein konsequentes *futab. 

* = feet up, take a break

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