Kaopitalismuspenhagen


Stop destroying our planet.

It’s where I keep all my stuff.

Eines muss man sich klar machen: Die Leutchen, die in Kopenhagen an den Tischen saßen sind nicht dumm! Das sind Menschen, denen man in der Mehrzahl unterstellen kann, dass ihnen die Problematik der Erderwärmung plus aller möglichen Konsequenzen bewusst sind. Man muss davon ausgehen, dass diese Menschen in der Mehrzahl auch daran interessiert sind ihren Kindern und Kindeskindern eine Erde zu erhalten auf der das Leben lohnt. Diese Menschen sind nicht dumm, oder gar „die dunkle Seite der Macht“.

Nein, es ist viel schlimmer: Sie sind zu guten Teilen schlicht machtlos!

Sie sind machtlos gegenüber konkreten kurz- und mittelfristigen wirtschaftlichen Interessen und Abhängigkeiten. Staaten, die am Tropf ihrer aus der nationalen Haut gefahrenen globalisierten Wirtschaftsmonster hängen, können natürlich nicht irgendwelche Papiere unterschreiben, die in naher Zukunft drastische Umstrukturierungen und Mindereinnahmen ihrer Wirtschaften bedeuten.

Es gibt Unterschiede, sicherlich. Deutschland würde an der 2°-Grenze verdienen. Wir können jetzt schon entsprechende hilfreiche Technologien und KnowHow vorweisen, die sich dann natürlich auch monetarisieren lassen. In Amerika und China sieht das allerdings anders aus. Darum redet eine Frau Merkel auch ganz anders, als die Vertreter Chinas zum Beispiel.

In der Haut von Herrn Obama möchte ich auch nicht stecken, denn der reitet in dieser Frage auf der amerikanischen Rasierklinge. Er weiss, er muss sein Land zu einem Produzenten von grüner Technologie machen, doch dafür braucht er Zeit. Fatale Sache. So darf man also bei Frau Merkel, im Gegensatz zu Anderen, hier also auch nicht alleine eine zutiefst menschliche und soziale Erkenntnis unterstellen, sondern ebenso einen faktischen zeitlichen Vorsprung und reale wirtschaftliche Interessen und Vorteile. Sie decken sich eben nur gerade so eben mit grundlegenden wissenschaftlichen und sozialen Einsichten.

Ich sage es, und sagte es schon oft: Wir brauchen einen von Grund auf reformierten Kapitalismus, der die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten der Grundbesitzer und also auch der Wirtschaft neu definiert, um die notwendigen ökologischen und gesellschaftlichen Weichen für die Zukunft zu stellen. Doch dafür müssen die Menschen zunächst mal den Kapitalismus, so wie er jetzt existiert, verstehen.

Wir sollten uns aber auf keinen Fall einreden lassen, dass wir nur Opfer von Weltuntergangspropheten sind, und doch bitte nicht gleich in Panik verfallen sollten. Nichts genaues weiß man ja nicht, und überhaupt, vielleicht kommt ja alles anders. Ja, ja. Wäre ja auch zu blöd, wenn wir die Welt verbessern, obwohl’s vielleicht überhaupt nicht notwendig ist.

Und darum:

Stop destroying our brains.

It’s where we create future.

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