Pippitunapoppelkatawau 2018

Die Zeit wird von uns in Jahre gequetscht. Ok. Kann man machen. Wir packen ja so ziemlich alles in Kästen und Kisten. Ist ganz offensichtlich die Art wie unser Hirn arbeitet. Funktionieren tut diese Einteilerei aber nicht so richtig. Unsere Kalender sind ungenau, unsere Zählweisen sind unterschiedlich und der unsterbliche Aberglaube tut sein übriges um Sand ins Zeitgetriebe zu streuen. Es ist verrückt, aber die Zeit quält viele Menschen. Ganz offensichtlich. Ansonsten wären die Bücherregale und Streamingdienste dieser Welt nicht gefüllt mit SciFi- und Mystery-Werken in denen die Zeit gestoppt, gebogen, ausgesetzt, abgeschafft oder sonst irgendwie verunstaltet wird. Der Mensch hadert mit dem Konzept Zeit, obwohl es doch die einzig sinnvolle Ursache und der Treibstoff für unsere Existenz ist. Meine Meinung. Alles fließt. Gut so. Alles endet. Gut so. Alles was kein Ende hat hört sich für mich nach Hölle an.

Die Zeit ist der konsequenteste und unbarmherzigste Lehrmeister, den ich kenne. 2017 habe ich viel gelernt. Auch viel über meine Kisten und Kästen im Kopf. Einige davon habe ich konsequent geleert und aussortiert. Gute Erfahrung. Hoffentlich. Das Hirn ist ja ein Haus mit dutzenden von Hintertüren und der Schmuggel von Kisten und Kästen samt Inhalt hinein und hinaus floriert. Man muss ständig auf der Hut sein. Dinge, die nicht wichtig sind müssen raus fliegen. Raus ausm Hirn. Andere dürfen nicht rein. Wieder andere dürfen nicht mehr rein.

Noch was: Dinge zu kennen, etwas zu wissen und Fähigkeiten zu erwerben, das ist eine Sache. Eine ganz andere Sache ist, sie auch im Leben nutzbringend einzusetzen. Da bin ich echt scheiße drin. Egal. Die alte Übung fürs neue Jahr bleibt einfach: Demut. Ach ja und: meide Opportunisten.

Oh, noch was: am Pippitunapoppelkatawau bin ich bei Freunden und nicht auf Burg Oberhausen.

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