Rattenfänger ohne Flöten


Seit kurzem erlaubt man den Nutzern, ungeborene Kinder nebst Opa, Tante und Neffe als Familienmitglied einzutragen (die futurezone berichtete).

Facebook perfektioniert die Kunden-Akquise der christlichen Kirche. Bei den Christen heisst das Kindstaufe und funktioniert so: Mache sie zu Mitgliedern, so lange sie sich noch nicht wehren können. Dann hast du auch lange genug Zeit um ganz offiziell –  denn es war ja der Wille der Eltern, und wer die AGB nicht liest, ist selbst dran schuld –  deine Ideologie in ihre Köpfe zu pflanzen.

Facebook, wie gesagt, perfektioniert dieses System jetzt und lässt die Eltern schon die ungeborenen Kinder in die Facebookgemeinde eintreten. 

Irgendwie sind sie sich doch auch ein wenig ähnlich die institutionalisierte Christenheit und Facebook, denn was schätzen beider Vereine User? Den gut durchorganisierten sozialen Service von der Wiege bis zur Bahre. Nur, dass Facebook auch hier wiederum noch etwas weiter geht, denn für das virtuelle Ableben braucht’s keinen Schöpfr mehr – eine Verwaltung genügt: Facebook-Tod: Ich war ein anderer, und ein anderer war ich – Hintergründe – Feuilleton – FAZ.NET

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