Sterbende Schwäne in der Strudelwelt


Zum Arbeitswochenende muss ich hier auch mal ein wenig Sinnbefreites zur Verfügung stellen. Wobei dieses Sinnbefreite nur deshalb jetzt von mir hier als sinnbefreit erklärt wird, um es sofort wieder mit einem neuen Sinn zu versehen, nämlich dem der zunächst zweckfreien Unterhaltung im Verbund mit einer unbewusst rezipierten Wissensvermittlung im bildenden Sinne. Alles klar?

Ich hätte zum folgenden Video mal eine eher technisch-philosphische Frage, die ich mal in den freien Raum passe: Fallen die Jungs eigentlich unter die Kategorie Laienschauspieler, oder muss man da doch eher schon von Profis im darstellenden Fach und im shakespearschen Sinne reden? Ihr wisst schon: 

“Ein guter Kopf weiß alles zu benutzen, ich will Krankheiten zum Vorteil kehren.” (William Shakespeare, Heinrich IV.) 

“Doch niemand heilt durch Jammern seinen Harm!” (William Shakespeare, Othello) 

[Video: “Football Idiots”, via haha.nu]

Und um den Schiedsrichtern mal ein gelbes und rotes Hohelied auf ihren echt schweren Job in dieser darstellenden Krabbelgruppe zu singen, nochmal Shakespeare: 

“Es ist ein Geist des Guten in dem Übel, zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus!” (William Shakespeare, Heinrich V.)

In diesem Sinne: Carpe charta – Nutze die Karte. 😉

Kommen wir zu etwas ganz anderem: Was ein Strudel ist, wissen wohl viele.

Randbemerkung: Wer jetzt nicht sofort an leckeres Kuchen-Happahappa dachte, sondern an allesverschlingende Wasser- oder sonstige Strudel, der sollte sofort den Couchpsychoonkel seines Vertrauens kontaktieren.

atstrudel.jpg

Also, ich finde, das ist ein toller Begriff für dieses Zeichen. Das hat doch wesentlich mehr Charme als “ät”. Wäre schön, wenn sich das auch bei uns durchsetzt:

“Gib mir mal Deine Mailadresse.”
“Ok. Schreib‘ mit: Apfel[strudel]gmail[dot]com.”

Wäre klasse, wenn jetzt noch der Punkt einen schönen Namen kriegte. Meine Vorschläge: “Käsekuchen”, oder “Zopf”. Also eigentlich müssten jetzt alle deutschen Sprachschützer hier beifällig kommentieren. 😉

So, jetzt noch was zum Überleben der deutsch Sprache: Wie heisst das Ding, dass Ihr immer vergesst, wenn Ihr Eure Waren bei Aldi/Lidl/Netto/Whatever aufs Band klatscht? Ihr wisst schon, das Ding, was dann die Dame im präpensionären Alter hinter Euch mit strengem Blick von der “Ding”-Zuführungsschiene neben dem “Waren-zur-Kasse-Zuführungsband” greift und hinter Eure letzte Packung “Eineinhalbsekundenterrine” klatscht.

Dieses Ding heisst: “Warentrennholz”:

Ein Warentrenner ist ein stabähnliches Gebilde von etwa 30 cm Länge, das in Supermärktendazu benutzt wird, die auf dem Fließband des Warenzellenkassenstandes liegenden Einkäufe verschiedener Kunden voneinander zu trennen.

Gebräuchlich sind Warentrenner von Gestalt eines geraden Prismas mit rechteckigen oder dreieckigen Grundflächen; auch Querschnitte von dreistrahlig sternförmiger Form sind verbreitet.

(Wikipedia: “Warentrenner”)

Man lernt doch niemals nicht aus. Besonders an Freitagen.

Kommentar verfassen